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Costa Concordia - Aktualisierung - 16. Januar 2012, 17:50 Uhr

by Ralf - Marketing Costa Kreuzfahrten 18. Januar 2012 16:07

Aktuelle Information der Pressekonferenz in Hamburg
am 16. Januar 2012 um 16:30 Uhr

Im Folgenden die Stellungnahme durch Heiko Jensen, Geschäftsleitung Costa Kreuzfahrten Niederlassung der Costa Crociere S.p.A.

Costa ist tief bestürzt über das Unglück, unser ganzes Mitgefühl gilt allen Betroffenen, und wir sprechen ihnen unsere tiefste Anteilnahme aus.

In den vergangenen inzwischen mehr als 60 Stunden haben über 1.100 Costa-Mitarbeiter unermüdlich und in Zusammenarbeit mit den Behörden die anhaltenden Rettungsarbeiten für Passagiere und Besatzungsmitglieder in hohem Maße unterstützt, um gleichzeitig zu gewährleisten, dass die Gäste und Besatzungsmitglieder sicher nach Hause reisen können.

Es reisten 566 deutsche Passagiere an Bord der Costa Concordia. Die weitaus meisten wurden gerettet und sind nach Deutschland zurückgereist. Mit Sorge erfüllt uns der Verbleib einer kleinen zweistelligen Zahl von deutschen Passagieren. Diese Zahl der vermissten Passagiere aus Deutschland ist in den letzten Tagen und Stunden stetig gesunken. Wir sind uns der schwierigen Lage der Angehörigen bewusst. Wir sind mit den Familien im Gespräch. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit dem Auswärtigen Amt und den italienischen Behörden zusammen, um den Verbleib auch dieser Passagiere festzustellen. Die Passagiere kommen aus allen sechzehn deutschen Bundesländern. Sie sind überwiegend zwischen 50-70 Jahre alt.

Neben der Sorge für Passagiere und Besatzung, kümmern wir uns auch um den Schutz der Umwelt. Um auch hierfür größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, haben wir ein auf den Umweltschutz spezialisiertes Unternehmen zur aktiven Unterstützung engagiert.

Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um Klarheit darüber zu erhalten, was die konkreten Hintergründe für das Unglück der „Costa Concordia“ waren. Die Untersuchungen laufen, und erste Anzeichen deuten darauf hin, dass menschliche Fehleinschätzungen der Grund für diesen Unfall gewesen sein könnten. Die Route des Schiffs führte offenbar zu nahe an der Küste vorbei. Die Einschätzung des Kapitäns für den Notfall entsprach nicht den von Costa vorgegebenen Standards. Uns ist bekannt, dass die Staatsanwaltschaft ernste Beschuldigungen gegen den Kapitän des Schiffs erhebt. Costa bittet um Verständnis, dass wir angesichts der laufenden Ermittlungen keine weiteren Kommentare zum Verhalten des Kapitäns gegeben werden zu können.

Uns erreichen ständig weitere Einzelheiten über das Unglück und die Evakuierung. Diese lassen erkennen, dass die Crew der Costa Concordia umsichtig gehandelt und alles getan hat, um den über 4.000 Menschen in dieser äußerst schwierigen Lage zu unterstützen. Wir danken der Crew für ihren mutigen Einsatz.
In diesem Moment sind immer noch Passagiere vermisst. Unser erstes Ziel ist es, sie zu retten und sicher nach Hause zu bringen. Wir wissen, dass diese Stunden für die Angehörigen schwer sind. Daher sind wir mit ihnen im Kontakt und arbeiten mit dem Auswärtigen Amt und italienischen Behörden intensiv zusammen.

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